Mein erstes Thai-Essen

Viel zu viel

Mein erstes Essen in Thailand war wirklich ein Erlebnis. Direkt nach dem Flug war ich ganz schön hungrig und da entdeckte ich ein schnuckeliges Restaurant gegenüber dem Hotel. Da ich möglichst viel von dem schönen Land erleben wollte, hatte ich keine Verpflegung im Hotel gebucht. Ich wollte lieber in typischen Gaststätten fern von Touristen klassische, thailändische Speisen probieren. Ich sah also in die Karte und verstand nur Bahnhof. Die Bedienung war allerdings sehr nett und ich gab ihr auf englisch zu verstehen, dass meine Begleitung und ich sehr hungrig sind und sie uns einfach was Leckeres zaubern soll. Nach wenigen Minuten war sie zurück und tischte auf. Wir waren nur zu zweit und sie stellte insgesamt fünf große und herrlich duftende Schüsseln auf unseren Tisch und war gleich wieder verschwunden. Viel Curry, Reis, exotisches Gemüse und Geflügelfleisch erkannte ich auf den ersten Blick. Wir machten uns über die Köstlichkeiten her solange sie noch heiß waren. Und es war sehr, sehr lecker. Leider haben wir die Schüsseln nicht annähernd leer gegessen. Es war einfach viel zu viel. Doch wir gaben der Bedienung zu verstehen, dass wir gerne alles mitnehmen würden, damit es nicht weggeschmissen werden muss. Daraufhin packte sie freundlich alles ein.

So scharf ist also Chili

Das es exotisch wird habe ich mir gedacht. Doch eines ist mir bei diesem Essen klar geworden: die Thais mögen es scharf. Ich hingegen esse gar nicht scharf und so war es eine ordentlich Überraschung als ich den ersten Löffel von Schüssel drei probierte und davon fast Feuer spuckte. Mir war nicht bewusst, dass Menschen so scharf essen können. Es war echt ein Erlebnis. Mein Freund aber isst gerne etwas schärfer und ich habe ihm die Chili-Gerichte gerne überlassen.

Unglaublich preiswert

Nach dem der ganze Tisch voller Speisen war, die wir ja nicht direkt bestellt hatten, machte ich mir während des Essens leichte Sorgen, ob wir das überhaupt zahlen können. Doch als die nette Bedienung nach vollendetem Mahl die handgeschriebene Rechnung vorlegte, war ich genau über das Gegenteil überrascht. Diese ganzen Gerichte, die meinen Freund und mich mehr als sättigten, sollten nicht mehr als umgerechnet vier Euro kosten – mit Getränken. Nachdem wir ordentlich Trinkgeld zurückließen, verließen wir mit vollen Bäuchen und einem Lächeln das Lokal.

  

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